Verantwortungsvoller Tourismus & die Nkwichi Lodge, Mosambik

Verantwortungsvoller Tourismus & die Nkwichi Lodge, Mosambik möchte Ihnen African Dream Tours, Ihr Individualreiseveranstalter für das entlegene Mosambik vorstellen.

Einem verantwortungsvoller Tourismus in Afrika nachzugehen, gehört zu meiner Firmenphilosophie und häufig wird erst beim 2. Hinschauen deutlich, dass es sich nicht nur um eine Unterkunft handelt, sondern um viel mehr.

Ich möchte Sie mit auf eine ganz besondere Reise nach Mosambik nehmen…

Über Nacht fliegen wir ins südliche Afrika und von mal zu mal werden die Flugzeuge kleiner. Bis wir in einer einmotorigen Chesna für 4 Personen sitzen. Unser Pilot, Frank – eine Art Mann, der erst fliegen konnte und dann laufen lernte, fliegt uns routiniert gut 1 Stunde bis wir plötzlich auf einer Insel landen. Während einer 180° Drehung zeigt uns Frank aus der Luft die Kathedrale von Likoma Island, die von Schotten errichtet wurde. Sekunden später landen wir auf einem Fußballfeld großem Airstrip. Patrick, ein Mann dessen Herzblut in ein besonderes Projekt am Malawisee an der mosambikanischen Küste einfließt, erwartet uns. Mit dem Motorboot fahren wir 45 Minuten und stoppen in Cobue Town zwischen. Hier reisen wir nach Mosambik in einer kleinen strohbedeckten Zollhütte ein. Die Zöllner drehen fröhlich unsere Pässe und stempeln dann mit leidenschaftlicher Freude. Wir sind in der abgelegen Niassa Region, die eine Größe von Rügen besitzt, in Mosabmik. In 14 Dörfer leben Bauern und Fischer in purer reine Wildnis. Es gibt keine Straßen, keinen Strom und kein fließendes Wasser. Schließlich kommen wir in der Nkichi Lodge an und werden warmherzig begrüßt.

Wir schauen uns um und finden 7 individuelle Chalets, die in die Natur harmonisch integriert sind. Max. 16 Gäste finden hier Platz und erleben ein Bad unter freiem Himmel…

Patrick erzählt uns, dass die Lodge nur aus lokalem Material besteht und von lokalen Handwerkern gefertigt worden ist. So wurde die Lodge der größte Arbeitgeber der Region. Wir spazieren über den schneeweißen Strand und stellen fest, dass der Sand hier quietscht. Nkwichi – das Wort der Einheimischen für quietschend. Mit einem Kanu und Guide wagen wir uns auf dem Malawisee oder wie er hier genannt wird „Lake Niassa“.

Dies ist Afrikas größter Frischwassersee. Kristallklares Wasser, weiße Strände, gigantische Steinformationen und grüner Busch, der sich vom Strand ins Landesinnere zieht, beeindrucken jeden Besucher. Vom Boot aus sehen wir leuchtende blaue Fische – Malawibarsche und noch unbekannte Spezies. Außerdem gibt es Fische, die nur hier leben, hier endemisch sind. Insgesamt gibt es ca. 1.000 verschiedene Arten. Ein Otter schwimmt kurze Zeit neben dem Boot und wir gleiten entlang von 2.000 Jahre alten Baobabs (Affenbrotbäumen). Leider wurde diese Region während des Krieges stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nkwichi Lodge sorgt für Regeneration des Niassa Game Reserves – eine Art geschützter Naturpark. Es gibt keinen negativen menschlichen Eingriff mehr.

Wir besuchen ein Dorf, wo Fischer dem traditionellen Fischfang nachgehen und Bauern Kasava, die Kartoffel Afrikas anbauen. Es ist Nahrung vorhanden, aber sie ist sehr einseitig und bedarf mehr Vielfalt. Die Menschen freuen sich über unseren Besuch. Der einzige Shop hat eine kleine Auswahl von allem, was man hier braucht.

Wir wandern zurück zur Nkwichi Lodge. Ein Weg von 3 Stunden, der uns durch das Hinterland der Niassa Region führt. Die Menschen freuen sich uns zu sehen. Ein alter Mann grüßt uns freundlich auf Portugiesisch.

Entlang traumhafte Strände treffen wir auf die Lehrschule für Bauern der Region, die Patricks Frau Nadia ins Leben gerufen hat. 350 Bauern aus der ganzen Niassa Region sind in dieses Projekt involviert, was eine unglaublich positive Bilanz ist. Sie nehmen gerne auch die Übernachtungsmöglichkeiten hier in Anspruch, denn häufig dauert Ihre Anreise zu Fuß mehrere Stunden oder gar Tage.

Nadia unterrichtet diese Bauern und sie gibt uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit:

Diese Menschen brauchen eine ausgewogene Ernährung und häufig gibt es schlicht weg nichts zu kaufen auf den Märkten, so dass eine größere Produktion von qualitativ hochwertiger Vielfalt ganz elementar wichtig für diese Region ist. Nadia gibt Wissen über Grundlagen wie Pflege des Bodens und der Nährstoffe, natürliche Schädlingsbekämpfung, Pflanzenpflege, Bewässerungsmethoden, Gebrauch von Werkzeugen und Saat sowie Bienenzucht, Fischen, Feldfrüchte an die lokale Bevölkerung weiter. Es wurde in den letzten Jahren eine Verbesserung der lokalen Fleischerzeugnisse durch Haltung von Ziegen, Hühnern, Hasen und Enten erzielt. Das hört sich alles sehr banal an, aber für diese Menschen gehört es zum täglichen Überlebenskampf.

Nadia berichte mit Stolz von den letzten und aktuellen Projekten, die die Bevölkerung selbst ausgewählt hat. Es wurden mehrere Schulen gebaut und es konnten Maschinen und Saat gekauft werden. Zum Beispiel eine Maismühle, die nun in Cobue Town steht, ohne die die Menschen früher nichts zu essen hatten, denn die nächste Maismühle war auf Likoma Island und wenn der See rau wie ein Meer war, konnten die Menschen nicht in Ihren Boten den Weg zur Maismühle antreten, was hungern bedeutete. Ein aktuelles Projekt ist die Lehre über Ölpflanzen und die Anschaffung einer Ölpresse. Wir sind sehr beeindruckt und spazieren mit vielen Gedanken zurück zur Nkwichi Lodge. Der Sonnenuntergang lässt  Malawi in rot erstrahlen und uns sagt man, dass die Menschen hier es „Malawi on Fire“ nennen.

Am Abend sitzen wir mit Patrick und Nadia am Strand, das Lagerfeuer knistert und wir genießen ein romantisches Dinner. Nadia erklärt mir, dass die Menschen der Region aus der neuen Ernte hausgemachte Marmeladen, Soßen, Chutneys und Relishes gemacht haben und die Nkwichi Lodge verkauft diese Produkte. Im Vordergrund steht der finanzielle & soziale Gewinn der Menschen hier. Stolz berichtet Nadia von weiteren Verkaufsschlagern wie Kerzen, Seifen, Papiere, Web- und Holzarbeiten. Wir hören einen Pavianschrei, der vermuten lässt, dass ein Leopard auf der Jagd ist. Patrick freut sich über den Besuch der Tiere, denn durch den Krieg wurde die Tierwelt arg dezimiert. Heute schützt das GR die Tiere und Büffel, Zebras, Elefanten, Löwen, Leoparden, Antilopen, und sogar seltenen Wilddogs (Wildhunde) kehren zurück.

Diese Nacht schlafen wir mit einem guten Gefühl ein, diese Region mit unserem Besuch unterstützen zu können.

http://www.mandawilderness.org/

Buchen Sie Ihr Reise an den Malawisee bei African Dream Tours. Die Nkichi Lodge können wir im Juni und Juli 2010 zum Spezial von 4 für 3 Nächte anbieten. nicole@african-dream-tours.de

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